Jahresappell 2009

Presseberichte - Münsterländische Volkszeitung

 

Der Einsatz am Hindukusch stand beim Grußwort von Regiments-Kommandeur Werner Salewski im Vordergrund. Der Isaf-Einsatz finde in einem „zunehmend feindlicher gewordenen Umfeld“ statt, sagte der Oberst. Der Bedarf an Hubschraubern zum Transport der Truppe und für Rettungseinsätze habe zugenommen.
Vor diesem Hintergrund spreche er den Heeresflieger am Hindukusch seine besondere Anerkennung aus: „Sie leisten den Einsatz bei unverändertem Auftrag und gleichzeitig ständig steigenden Anforderungen“, sagte Oberst Salewski vor Gästen aus Politik und Verwaltung.
Mit besonderer Sorge sehe er die Belastung der fliegenden Besatzungen und des technischen Schlüsselpersonals. „An dieser Stelle gilt es, einer Überforderung im Zusammenwirken mit der Divisionsführung und dem General Heeresflieger konsequent entgegen zu wirken“, sagte der Kommandeur des mittleren Transporthubschrauber-Regimentes 15 „Münsterland“. Salewski wies darauf hin, dass die Heeresflieger, die für Auslandseinsätze ausgebildet sind, an ihre Leistungsgrenze stoßen. Mittelfristig müsse „ohne personelle Reserven“ gearbeitet werden.

Sein besonderer Gruß galt den 51 Soldaten des Regimentes, die über Weihnachten und Neujahr im Auslandseinsatz „Flagge zeigen“. Jedem einzelnen habe er Dank und Anerkennung persönlich mitgeteilt und eine gesunde Heimkehr gewünscht.

Im Rahmen des Appells verabschiedete der Regimentskommandeur zwei Führungsoffiziere mit Auszeichnung. Hauptmann Carsten Bölk (34) verlässt Bentlage, wo er als Chef der Stabsstaffel in die Regimentsführung eingebunden war. Bölk wechselt zur Heeresfliegerwaffenschule nach Bückeburg und zur amerikanischen Heeresfliegerschule in Fort Rucker im Bundesstaat Alabama.

Oberstleutnant Achim Rösen habe sich als stellvertretender Kommandeur der Fliegende Abteilung 151 zu „einem Leistungsträger in unserem Führungsteam entwickelt“, lobte der Regimentskommandeur den 45-Jährigen. Rösen wechselt zum deutsch-niederländischen Korps nach Münster. „Erst Heeresfliegerwaffenschule und dann zurück ins Regiment - das wäre keine schlechte Prognose“, gab Salewski Oberstleutnant Rösen mit auf den Weg.

Anschließend beförderte Salewski den leitenden Kreisrechtsdirektor und zuständigen Dezernenten für Finanzen, Recht, Sicherheit und Ordnung beim Kreis Steinfurt, Martin Sommer, zum Major der Reserve. Als Stabsoffizier im Personalwesen habe er bei Wehrübungen zielgerichtet mitgeholfen und mitgestaltet.

VON MATTHIAS SCHRIEF