Öffentliches Gelöbnis

Presseberichte - Münsterländische Volkszeitung

salewskiDie Bundeswehr und die Stadt Rheine feierten das Jubiläum 50 Jahre Garnisonsstadt Rheine. Rund 1000 Zuschauer, im wesentlichen Eltern der jungen Wehrpflichtigen, verfolgten das Ereignis aus sicherer Entfernung, denn der Borneplatz war für das Gelöbnis abgesperrt worden.

Bevor die 300 Rekruten der Heeresfliegerstaffel 159, des Logistikbataillons aus Unna und des Sanitätsregimentes Ahlen einzogen, gab es protokollarischenÄrger auf der Tribüne. Die Stadtverwaltung hatte die beiden stellvertretenden Bürgermeisterinnen Monika Lulay und Marianne Helmes nicht eingeladen und die beiden Damen, die durchaus zur Bundeswehr stehen, mussten sich ihre Plätze regelrecht durch die Sicherheitskontrollen erkämpfen. „Eine Unverschämtheit, ich bin stinksauer. Das hat ein Nachspiel“, sagte Marianne Helmes.

Nach dem Einzug der Rekruten und des Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster nahmen Oberst Werner Salewski und Bürgermeisterin Angelika Kordfelder die Parade ab. Acht Millionen junge deutsche Staatsbürger hätten in den 52 Jahren des Bestehens der Bundeswehr ihren Dienst in den Streitkräften abgeleistet, sagte Salewski in seiner Rede. „Die Bundeswehr wurde dadurch für die Bürger nicht nur emotional erfahrbar, sondern sie ist damit auch in einem Maße transparent und kalkulierbar geworden, wie keine deutsche Armee zuvor“, betonte der Regimentskommandeur.

Die Trillerpfeifen und Sprechchöre, die vom Marktplatz herüberklingen, haben derweil keine Chance, die Veranstaltung zu stören. Denn die Tontechnik lag gestern Abend in den Händen des Heimatvereins Hauenhorst. Und die Beschallung auf dem Borneplatz ließ zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel daran aufkommen, wer das Hausrecht auf dem Borneplatz hatte. . .

Als „wichtiges Jubiläum für unsere Stadt“ bezeichnete Bürgermeisterin Angelika Kordfelder das gestrige Garnisonsjubiläum. Die Bundeswehr sei ein wichtiger Faktor in Rheine — sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich.

Dann der Höhepunkt. Zu der Musik des Fliegermarsches zogen Abordnungen mit den Truppenfahnen vor die Einheiten. Spontaner Beifall der Besucher für die Musiker. Dann gelobten, stellvertretend für die 300 Rekruten, von jeder Einheit sechs Wehrpflichtige, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Um 18.40 Uhr erklang feierlich die Nationalhymne zur Besiegelung des Gelöbnisses.

Das Krakeelen vom Marktplatz war schon deutlich dünner geworden, als die Rekruten mit ihrem Kompanien auszogen — und für die jungen Soldaten gabs zum Abschied spontanten Beifall.

Fotogarlerie der Münsterländischen Volkszeitung